Bilder selber malen

Bilder selber malen und die eigene Kreativität entdecken

Um Bilder selber zu malen, braucht es kein Kunststudium, keine Kenntnisse in Kunstgeschichte. Ein Blatt Papier und Farben genügen und jeder, der Freude am Malen hat, kann ein Bild zaubern. Die vielen Methoden und Materialien bieten unzählige Möglichkeiten für ein Bild. Selber malen entspannt und schafft einen Rückzugsort vom hektischen Alltag. Das Bild ist der Raum für den kreativen Ausdruck von Gedanken, Gefühlen und Wünschen.

Bilder selber malen heißt, sich von der eigenen Kreativität leiten zu lassen

Ob es nun gegenständlich oder abstrakt sein soll: In erster Linie geht es um die Freude am Malen, das Mischen der Farben, um Farbverläufe und Konturen. Genauso wichtig wie das fertige Bild ist der Schaffensprozess. Wer bereits einmal Bilder selbst gemalt hat, kennt vermutlich das Gefühl: Neue Ideen finden während dem Malprozess plötzlich ganz von selbst den Weg auf das Papier. Die besten Bilder entstehen, wenn zu Beginn noch gar nicht feststeht, wie das Bild später einmal aussehen soll. Was für Meisterwerke schon entstanden sind, obwohl der Künstler am Anfang selbst nicht wusste, was entstehen wird! Aus den ersten unsicher gezeichneten Linien werden Formen sichtbar. Diese können weitergeführt und mit Farben ausgefüllt werden. Erste Strukturen bilden sich und lassen weitere Ideen entstehen. Ehe man sich versieht, ist das Werk fertig und der Stolz über das selbst gemalte Bild groß.

Für Engagierte: Malkurse und Zeichenbücher

Um bestimmte Mal- und Zeichenmethoden genauer kennenzulernen eigenen sich Malkurse. Sie werden in Ateliers und Volkshochschulen angeboten. Die Kurse reichen von Materialerkundungen über Landschaftsbilder bis hin zum Portrait- oder Aktzeichnen. Die Gruppenkurse sind besonders für Menschen geeignet, denen das Malen alleine schwer fällt. Die festen Kurszeiten machen es leichter, sich die Zeit für das Malen zu nehmen. In der Gruppe malt es sich oft leichter. Auch Bücher können hilfreich sein. Sie erklären Vorgehensweisen, geben Anregungen und verraten kleine Tricks.

Die richtigen Materialien durch Experimentieren finden

Die Materialien zum Malen sind so zahlreich wie die Malmethoden. Vermutlich hat in seiner Schulzeit jeder mit seinem Wasserfarbkasten Bilder selbst gemalt. Wer gerne mit flüssigen Farben arbeitet, kann auch einmal Acrylfarben oder Ölfarben ausprobieren. Diese eignen sich sehr gut für das Bemalen von Leinwänden. Fingerfarben können nicht nur Kindern Spaß machen. Ölkreiden, Pastellkreiden oder Kohlestifte gehören dagegen zu den Festmalstoffen. Die gewohnte Stifthaltung bei diesen Farben gibt Sicherheit bei ersten Malversuchen. Im Gegensatz zu den flüssigen Farben brauchen sie keine Pinsel und Wasserbehälter. Sie eignen sich daher gut, um schnell loszulegen oder das Atelier in den Garten zu verlegen. Auch andere Materialien wie Sand, Strukturpaste oder Glitzersteinchen können in ein Bild verarbeitet werden. Sie geben dem Bild mehr Plastizität. Bilder selber malen bedeutet auch immer, mit verschiedenen Ideen zu experimentieren, sie wieder zu verwerfen oder weiterzuentwickeln. Durch Ausprobieren und ein bisschen Übung findet jeder bald seine Lieblingsmaterialien.

Auf diese Weise steht dem kreativen Schaffen nichts mehr im Weg. Denn schon Joseph Boys wusste: „In jedem Menschen steckt ein Künstler!“